Villa Stülpnagel

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Die Stülpnagel-Villa (Am Neuen Garten 35) - ein spätklasszistisches Bauwerk - wurde in den Jahren 1874-1875 durch den Architekten Ernst Julitz errichtet, der auch gleichzeitig der Bauherr war. Im Folgenden wechselte mehrfach den Besitzer. 1933 kaufte die Familie Ferdinand Wolf von Stülpnagel die Villa und ließ sie durch die Architekten Estorff & Winkler aufgestocken. Unter Druck musste Frau von Stülpnagel im Jahr 1945 das Haus für 80.000 Reichsmark verkaufen. Danach residierte hier die Kommandozentrale des KGB.

1997 bot die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft auf einer „Botschaftsbörse“ insgesamt sieben exklusive Villen zum Verkauf an. Darunter waren der ehemaligen Sitz von Radio Wolga, die ehemalige französische Militärmission in der Seestraße 35 - 37, die ehemalige britische Militärmission in der Seestraße 41, aber auch die Stülpnagel-Villa.

Für eine Million D-Mark kaufte der Enkel Stülpnagels die Villa nebst 2.837 Quadratmeter Grundstück und ließ sie für eine weitere Million D-Mark durch die Potsdamer Firma Baudenkmalpflege Roland Schulze sanieren. Wie bei allen Gebäuden hatte die Besatzungszeit schwere Schäden hinterlassen: Stuck und der Giebelaufsatz waren entfernt worden, die Treppe abgerissen und Decken durchstoßen. Das schöne Mosaikparkett war unter einer Schicht Estrich verschwunden. Letzteres war jedoch ein Glücksfall, denn auf diese Weise wurde das Parkett konserviert.

Nach erfolgtem Umbau diente die Villa als Wohnsitz eines Botschafters. Von 1999 bis 2002 hatte hier der niederländische Gesandte Michiel den Hond seinen Privatwohnsitz.