Villa Stülpnagel

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Die so genannte Stülpnagel-Villa (Am Neuen Garten 35) beherbergte die Kommandozentrale des KGB. Die spätklasszistische Villa wurde 1874-1857 errichtet und wechselte mehrfach den Besitzer. 1933 kaufte sie die Familie Ferdinand Wolf von Stülpnagel die Villa und ließ sie durch die Architekten Estorff & Winkler aufgestocken. Unter Druck musste die Frau des Hauses 1945 für 80.000 Reichsmark verkaufen.

1997 bot die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft auf einer „Botschaftsbörse“ insgesamt 7, exklusive Villen zum Verkauf an, darunter den Sitz von Radio Moskau oder die französische Militärmission und britische Militärmission, Seestraße 35 und Seestraße 41, aber auch die Stülpnagelvilla.

Für eine Million Mark kaufte der Enkel Stülpnagels die Villa nebst 2837 Quadratmeter Grundstück und ließ sie für eine weitere Million Mark durch die Potsdamer Firma Baudenkmalpflege Roland Schulze sanieren. Wie bei allen Gebäuden hatte die Besatzungszeit schwere Schäden hinterlassen. Stuck und der Giebelaufsatz wurden entfernt, die Treppe abgerissen und Decken durchstoßen. Das schöne Mosaikparkett verschwand unter einer Schicht Estrich. Ein Glück, denn auf diese Weise wurde es konserviert.

Nach erfolgtem Umbau diente die Villa tatsächlich als Wohnsitz eines Botschafters. Von 1999 bis 2002 hatte hier der niederländische Gesandte Michiel den Hond seinen Privatwohnsitz