Villa Stern: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Haus Karl-Marx-Straße 3 in der Villenkolonie Neubabelsberg ist die einzige erhaltene Villa aus den Gründerjahren der Kolonie. Das Gebäude wurde 1874 von den Architekten [[Ende & Böckmann]] gebaut und 1919/20 durch den Berliner [[Architekten Landsberg, Max|Max Landsberg]] umgebaut.
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[[Bild:Karl-Marx-Str._3;_2008.jpg|miniatur|Die Villa, im Herbst 2008]]
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Die '''Villa Stern''' in der [[Karl-Marx-Straße]] 3 steht im [[Potsdam]]er Stadtteil [[Babelsberg]], in der Villenkolonie [[Neubabelsberg]]. Sie ist die einzige erhaltene Villa aus den Gründerjahren der Kolonie.  
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Das Gebäude wurde im Jahr 1874 von den Architekten [[Ende & Böckmann]] gebaut. Nach mehreren Umbauten im Laufe der Zeit erhielt die Villa im Jahre 1920 durch den Berliner Architekten seine jetzige Gestalt. Der damalige Eigentümer, der Kaufmann Siegbert Samuel Stein übertrug dem Architekten Max Landsberg den Umbau.
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Besondere Erwähnung bei dieser Villa sollten die Erker mit den korinthischen Säulen und das Palmenfries finden.
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Die Villa Stern war seit 1918 in Besitz des Siegbert Sterns. Siegbert Stern starb im August 1935. Seine Witwe Margarete Stern (geb. Lippmann) floh wegen ihres jüdischen Glaubens vor den Nazis in das benachbarte Holland.
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Dort verhaftete man sie im April 1943. Sie kam im Mai 1944, mit einer ihrer Töchter und deren Ehemann, in Auschwitz (Polen) um.
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Verkauft wurde die Villa Stern wurde am 02.11.1940 zu einem Kaufpreis von 100.000 Reichsmark. In dem späteren Rückerstattung-Verfahren konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob der Kaufpreis der Witwe Margarete Stern je zu Gute kam.
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Als Folge der [[Potsdamer Konferenz]] musste die Villa Stern im Sommer 1945 geräumt werden und wurde von sowjetischen Soldaten besetzt.
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1953 enteignete die Deutsche Demokratische Republik die Villa Stern. 1962 wurde im Rahmen der Sicherung der Grenze zwischen Potsdam und Berlin (West) der Uferstreifen des Grundstücks - siehe auch [[Uferweg am Griebnitzsee]] - abgetrennt.
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Nach der Wende wurde die Villa Stern unter Beteiligung der ''Jewish Claims Conference'' den Erben übereignet.
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== Quellen ==
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* „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1
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* „Stadtspaziergang Villenkolonie Neubabelsberg“ - Potsdam Intensiv Film, 1. Auflage, 2011
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[[Kategorie:Villen]]
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[[Kategorie:Neubabelsberg]]
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[[Kategorie:Babelsberg]]
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== Weblinks ==
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* ''[https://www.potsdam.de/sites/default/files/documents/die_villen_und_landhauskolonie_neubabelsberg.pdf Die Villen- und Landhauskolonie Neubabelsberg, Jörg Limberg]''
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* ''[https://ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/view?docId=obj09156631.xml aus Liste von Denkmälern in Brandenburg]''

Aktuelle Version vom 16. Oktober 2020, 13:57 Uhr

Die Villa, im Herbst 2008

Die Villa Stern in der Karl-Marx-Straße 3 steht im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Villenkolonie Neubabelsberg. Sie ist die einzige erhaltene Villa aus den Gründerjahren der Kolonie.

Geschichte

Das Gebäude wurde im Jahr 1874 von den Architekten Ende & Böckmann gebaut. Nach mehreren Umbauten im Laufe der Zeit erhielt die Villa im Jahre 1920 durch den Berliner Architekten seine jetzige Gestalt. Der damalige Eigentümer, der Kaufmann Siegbert Samuel Stein übertrug dem Architekten Max Landsberg den Umbau. Besondere Erwähnung bei dieser Villa sollten die Erker mit den korinthischen Säulen und das Palmenfries finden.

Die Villa Stern war seit 1918 in Besitz des Siegbert Sterns. Siegbert Stern starb im August 1935. Seine Witwe Margarete Stern (geb. Lippmann) floh wegen ihres jüdischen Glaubens vor den Nazis in das benachbarte Holland. Dort verhaftete man sie im April 1943. Sie kam im Mai 1944, mit einer ihrer Töchter und deren Ehemann, in Auschwitz (Polen) um.

Im Rahmen der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens vom 03.12.1938 waren Juden gezwungen ihren Grundbesitz zu veräußern. Verkauft wurde die Villa Stern wurde am 02.11.1940 zu einem Kaufpreis von 100.000 Reichsmark. In dem späteren Rückerstattung-Verfahren konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob der Kaufpreis der Witwe Margarete Stern je zu Gute kam.

Als Folge der Potsdamer Konferenz musste die Villa Stern im Sommer 1945 geräumt werden und wurde von sowjetischen Soldaten besetzt.

1953 enteignete die Deutsche Demokratische Republik die Villa Stern. 1962 wurde im Rahmen der Sicherung der Grenze zwischen Potsdam und Berlin (West) der Uferstreifen des Grundstücks - siehe auch Uferweg am Griebnitzsee - abgetrennt.

Nach der Wende wurde die Villa Stern unter Beteiligung der Jewish Claims Conference den Erben übereignet.

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1
  • „Stadtspaziergang Villenkolonie Neubabelsberg“ - Potsdam Intensiv Film, 1. Auflage, 2011

Weblinks