Villa Tummeley: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. Januar 2007, 16:23 Uhr

Villa Thummeley.jpg

Die Villa Tummeley (Berliner Straße 29) wurde 2006 vom dem Energiekonzern Edis an den VW-Konzern verkauft. Geplant ist der Umbau des 1851 errichteten Gebäudes. Der Konzern ist in Potsdam bereits mit dem VW-Design-Center vertreten, das in der Schiffbauergasse seinen Sitz hat. Die zur Zeit noch vorhandenen Baracken sollen verschwinden.

Form und Position der Zusatzbebauung sind umstritten, denn die Villa Tummeley ist ein Garten- und Baudenkmal. Die Villa ist 1847/48 im Tudorstil für den Kaufmann und Besitzer einer Zuckersiederei Eduard Tummeley gebaut worden. Damit korrespondiert das Gebäude mit dem kleinen Schloss auf der anderen Havelseite - und genau dieser Blick soll nicht verbaut werden. Architekt war Martin Gottgetreu, den Garten gestaltete Gustav Adolph Fintelmann, der Hofgärtner auf der Berliner Pfaueninsel war. Friedrich Wilhelm IV. prüfte persönlich die Planung des Gartenarchitekten und genehmigte sie. Villa und Garten sollten den Stilvorgaben der von Peter Joseph Lenné geleiteten Gartenbaulehranstalt entsprechen.

1885 baute Baron von Eckardstein die Villa zum Schloss Eckardstein um. Es gelangte nach dem Krieg in den Besitz der Energieversorgung, die hier einen Wirtschaftshof unterhielt und im Laufe der Jahre vier Baracken errichtete. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Park öffentlich zugänglich sein. Ein Uferweg führt von dort zum Kulturstandort Schiffbauergasse.