Villa Tummeley

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Die Villa Tummeley im Frühjahr 2001

Die Villa Tummeley befindet sich in der Berliner Vorstadt von Potsdam, in der Berliner Straße 29. Die Villa ist ein Garten- und Baudenkmal und Eigentum des VW-Konzerns.

Geschichte

Die Geschichte der Villa Tummeley beginnt mit dem bekannten Potsdamer Kaufmann und Mäzen August Eisenhardt (1773-1846), der der erste bekannte Besitzer dieses Gartengrundstückes an der heutigen Berliner Straße war. Nach dem Tod Eisenhardts wurde 1848/49 im Tudorstil die Villa Tummeley gebaut, in die sein Neffe und Haupterbe Eduard Tummeley, Kaufmann und Besitzer einer Zuckersiederei, mit seiner Familie übersiedelte. Damit korrespondiert das Gebäude mit dem kleinen Schloss auf der anderen Havelseite – und genau dieser Blick soll nicht verbaut werden. Architekt war Moritz Gottgetreu, den Garten gestaltete Gustav Adolph Fintelmann, der Hofgärtner auf der Berliner Pfaueninsel war. Friedrich Wilhelm IV. prüfte persönlich die Planung des Gartenarchitekten und genehmigte sie. Villa und Garten sollten den Stilvorgaben der von Peter Joseph Lenné geleiteten Gartenbaulehranstalt entsprechen.

Im Jahr 1885 ließ Baron von Eckardstein die Villa zum Schloss Eckardstein umbauen.

Von 1906 bis zu seinem Tod 1945 bewohnte der Komponist Walter von Simon die damals in seinem Eigentum stehende Villa.

Es gelangte nach dem Krieg in den Besitz der Energieversorgung, die hier einen Wirtschaftshof unterhielt und im Laufe der Jahre vier Baracken errichtete. Form und Position der Zusatzbebauung sind umstritten, denn die Villa Tummeley ist ein Garten- und Baudenkmal.

Die Villa Tummeley wurde im Jahr 2006 von dem Energiekonzern Edis an den VW-Konzern verkauft. Geplant war der Umbau des Gebäudes zu einem Kongress- und Veranstaltungszentrum. Der Konzern ist in Potsdam bereits mit dem VW-Design-Center vertreten, das in der Schiffbauergasse seinen Sitz hat. Die zur Zeit noch vorhandenen Baracken sollen verschwinden. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll der Park öffentlich zugänglich sein. Ein Uferweg führt von dort zum Kulturstandort Schiffbauergasse.

Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“; Verlag für Berlin-Brandenburg; 2010; ISBN 978-3-942476-03-4