Werner Nerlich

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Datei:Schwimmhalle am Brauhausberg, Schmuck, 2007 ©.jpg
Das Metallrelief an der Schwimmhalle, 2007
Foto: Christopher Tracy

Werner Nerlich (* 3. Juli 1915 in Nowawes; † 15. September 1999) war ein deutscher Grafiker und Maler sowie Ehrenbürger der Stadt Potsdam.

Geschichte

Werner Nerlich wurde am 3. Juli 1915 in Nowawes, dem heutigen Babelsberg, geboren. Nach seinem Kunststudium in Berlin im Jahre 1939 wurde er sofort zum Militärdienst eingezogen. Auf Grund seiner antifaschistischen Einstellung lief 1943 im Kessel von Stalingrad zur Roten Armee über. Ab Juli 1944 war er dann für das Nationalkomitee Freies Deutschland im Fronteinsatz tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er zunächst die Aufgabe das Kraftverkehrswesens im Land Brandenburg wieder aufzubauen.

Erst ab Januar 1946 konnte Nerlich ausschließlich künstlerisch tätig werden; er entwarf Plakate und Drucksachen. Als enger Freund und Mitarbeiter von Otto Nagel gehörte Nerlich zu den Mitbegründern des Kulturbundes. Gemeinsam mit Otto Nagel initiierte er Kunstveranstaltungen wie die Ausstellung in der Villa Kellermann oder im Potsdamer Marstall. Im Jahr 1947 gründete er die Landesmalschule in Potsdam, der er als künstlerischer Leiter bis 1951 führte. Anschließend war er Direktor der Fachschule für Angewandte Kunst Potsdam und ab 1955 Direktor der Fachhochschule für Werbung und Gestaltung Berlin und der Außenstelle in Potsdam.

Ab 1973 beschäftigte sich Nerlich ausschließlich mit seiner Kunst. War er vorher nebenberuflich als Künstler tätig, wurde sie jetzt seine Hauptaufgabe. Neben Zeichnungen und der Aquarell- und Pastellmalerei beschäftigte er sich auch mit der baugebundene Kunst. Zu letzteren zählen das Metallrelief an der Schwimmhalle am Brauhausberg, das Wandbild im Alten Rathaus und die Glockenstele auf dem Alten Friedhof. Seine Kunstwerke wurden in vielen Ausstellungen, die über die Grenzen Europas hinaus gehen, gezeigt.

Werner Nerlich starb am 15. September 1999 in Potsdam.

Weblinks