Wetzlarer Bahn

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Als Wetzlarer Bahn, auch Bahnstrecke Berlin–Blankenheim genannt, bezeichnet die Eisenbahnstrecke, die von Berlin nach Blankenheim in Sachsen-Anhalt führt. Im Potsdamer Bereich halten die Personenzüge am Bahnhof Griebnitzsee, Bahnhof Medienstadt Babelsberg, Bahnhof Bergholz-Rehbrücke, in Wilhelmshorst und Michendorf.

Geschichte

Die Bahnstrecke wurde zwischen 1877 und 1882 erbaut, um eine direkte Verbindung von Berlin in Richtung Frankreich herzustellen. Der Endbahnhof Metz gehörte seit 1871 zum Deutschen Reich. Da diese Strecke hauptsächlich als militärische Transportstrecke genutzt werden sollte, schuf der Volksmund für diese Verbindung den Begriff Kanonenbahn. Ein Beleg für die Militärtransporte ist die Umfahrung größerer Städte, was eine spätere zivile Nutzung der Strecke erschwerte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Gleistrecke abgebaut und als Reparationsleistung in die Sowjetunion transportiert. Ab den 1950er Jahren erfolgte etappenweise der zweigleisige Ausbau der Strecke. Mit dem Bau der Grenzanlagen (Berliner Mauer) wurde die Strecke im Bereich Babelsberg für den Personenverkehr geschlossen. Die Transitzüge zwischen Berlin (West) und der BRD fuhren über den damaligen Stadtbahnhof Potsdam (der heutige Hauptbahnhof). Der Güterverkehr war von dieser Maßnahme nicht betroffen.

Seit 1990 investierte die Deutsche Bahn in den Streckenausbau. Die zu DDR-Zeiten bereits in Angriff genommene Elektrifizierung wurde realisiert und die Gleise wurden für den Betrieb des IEC bzw. für den Intercity-Verkehr modernisiert.

Quellen