Wilhelm Nietner

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Wilhelm Nietner (* 1802 in Schönholz; † 2. April 1871 in Potsdam) war preußischer Hofgärtner im Schloßgarten Schwedt und im Park Sanssouci. Er gehörte zu der Hofgärtner-Dynastie Nietner.

Geschichte

Wilhelm Nietner wurde 1802 (genaue Datum ist nicht belegt) in Schönholz (Berlin-Niederschönhausen) geboren. Er war der Sohn des späteren Hofgärtners Friedrich Nietner. Auch Friedrich erlernte, wie sein älterer Bruder Eduard den Beruf eines Gärtners. Seinen Wanderjahren von 1825 bis 1827 führten ihn nach Wien, München, Karlsruhe und Schwetzingen. 1838 wurde er zum Hofgärtner berufen und übernahm den von Peter Joseph Lenné geschaffenen Schloßgarten von Schwedt. 1859 übernahm er das Hofgärtneramt des Melonerie-Reviers im Park Sanssouci von seinem verstorbenen Bruder Eduard. Das Revier lag westlich des Grünen Gitters, dem Haupteingang zum Park. Dazu gehörten Melonen-, Pfirsich-, Ananas-, Pflaumen- und Erbsenhäuser, Treibmauern für Obst und Gemüse, zahlreiche Melonenkästen und Freilandbeete sowie der terrassierte Winzerberg am Triumphtor.


Wilhelm Nietner starb am 2. April 1871 in Potsdam und wurde auf dem Bornstedter Friedhof beigesetzt.

Weblinks

Quellen

  • „Die Früchte der Hofgärtner“ von Gerd Schurig, in: „Nichts gedeiht ohne Pflege: die Potsdamer Parklandschaft und ihre Gärtner“; Herausgeber: Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Berlin, 2001, S. 235-251
  • „Märkische Grablege im höfischen Glanze. Der Bornstedter Friedhof zu Potsdam“, von Karlheinz Deisenroth, Berlin 2003