Willi-Frohwein-Platz

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Der Willi-Frohwein-Platz zwischen der Großbeerenstraße und der Kopernikusstraße

Der Willi-Frohwein-Platz befindet sich im Potsdamer Stadtteil Babelsberg. Er wird durch die Gabelung von Großbeerenstraße und Kopernikusstraße gebildet. Durchschnitten wird der Platz durch die Pestalozzistraße.

Geschichte

Der einst namenlose Platz wurde seit den 1930er Jahren im Volksmund als "Findling" oder "Am Findling" bezeichnet. Dieser Name wurde nie offiziell bestätigt, aber dennoch auch von den Stadtbehörden verwendet (Beispiel: Bushaltestelle "Am Findling"). Der Flurname entstand durch den Fund eines Granitblockes, der bei den Erschließungsarbeiten der Großen Sandscholle im Januar 1930 auf dem Gelände des heutigen Sportplatzes Sandscholle (andere Quellen sprechen vom Heideweg) entdeckt wurde. Dieser als Findling bezeichnete Stein hatte eine Größe von sieben Kubikmeter und ein Gewicht von etwa 10 Tonnen. Als Naturdenkmal ließen die Nowaweser Behörden den Stein auf den oben genannten Platz aufstellen.

Am 12. Dezember 2011 hat die Stadtverordnetenversammlung von Potsdam beschlossen, daß der Platz den Namen des Babelsberger Antifaschisten und Auschwitz-Überlebenden Willi Frohwein erhält.
Nach einer Umgestaltung, es wurde eine Gedenkstätte errichtet und die Grünflächen angeglichen, ist der Platz seit dem 22. März 2021 wieder freigegeben.

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1
  • 38. öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam vom 12.12.2011; Beschluss-Nr.: 11/SVV/0853
  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“; Verlag für Berlin-Brandenburg; 2010; ISBN 978-3-942476-03-4

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