Yorckstraße

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Der Stadtkanal in der Yorckstraße im Sommer 2007

Die Yorckstraße befindet sich in der Innenstadt von Potsdam. Sie zweigt im Westen von der Dortustraße und im Osten von der Friedrich-Ebert-Straße ab. An ihr erstreckt sich der neu angelegte Teil des Stadtkanals.

Geschichte

Die Yorckstraße entstand im Zusammenhang der erste barocken Stadterweiterung zwischen 1713 und 1724. Die erste bekannte Bezeichnung war „Doktorstraße“ (1742). Später erhielt die Straße den Namen „Am Kanal“. 1962 wurde sie nach dem preußischen Generalfeldmarschall Ludwig Yorck von Wartenburg benannt.

Die Yorckstraße wurde in der Nacht von Potsdam am 14. April 1945 und während der Kämpfe im Zweiten Weltkrieg in weiten Teilen zerstört. Nach Kriegsende wurde sie als erstes Bauprojekt in historischer Gestaltung wieder aufgebaut. Nach der Wende wurde die Straße behutsam modernisiert und ein Teil des mittig verlaufenden Stadtkanals rekonstruiert.

Weitere Details

Das Bürgerpalais Yorckstraße 2 (früher Am Kanal 20) ist der letzte noch vorhandene friderizianische Bau am Stadtkanal. Er wurde im Jahr 1783 von Georg Christian Unger entworfen und wurde für die Weingroßhandlung Zaelke & Semler erbaut.

Im Haus Yorckstraße 7 (früher Am Kanal 24a) wurde Ernst Haeckel geboren. Dieses Haus war zur Zeit Friedrich II. der berühmte Gasthof „Zur goldenen Krone“. Eine Tafel über der Eingangstür weist noch heute auf Haeckels Geburtsort hin.

Das Haus in der Yorckstraße 13 weist eine Besonderheit auf: Ein Teil der Fassadengestaltung ist ein Putto (eine Kindergestalt in der Kunst), der ein Pionierhalstuch trägt.

Das Haus Yorckstraße 18, das so benannte Brockesche Haus beherbergte einst die preußische Oberrechnungskammer und während der DDR-Zeit das Fernmeldebauamt der Deutschen Post.

Den Namen Yorckstraße trugen auch die Kopernikusstraße in Babelsberg und die Novalisstraße (Bereich Joliot-Curie-Straße und Blücherplatz, nicht mehr existend)

Weitere Bilder

Quellen