Zauche

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Lage der Zauche

Die Zauche ist die Bezeichnung für ein, einst dünn besiedeltes, Landschaftsgebiet im Land Brandenburg. Es wird nordwestlich durch den Flusslauf der Havel, südwestlich durch das Baruther Urstromtal und östlich durch die Nuthe-Nieplitz-Niederung begrenzt.

Die flachwellige Hochfläche entstand vor rund 20.000 Jahren während der Weichsel-Eiszeit, als das Inlandeis auf der Zauche seine maximale Ausdehnung nach Süden erreichte. Auf der nördlichen Zauche finden sich Endmoränen. Südlich vorgelagert bildete sich einer der größten Sander Brandenburgs aus. Die Wassermassen der abtauenden Gletscher flossen weiter in das im Süden vorgelagerte Baruther Urstromtal. Der so genannte Beelitzer Sander tritt hier in Form eines typischen Kegelsanders (Schwemmfächer) auf, der eine Breite von rund 17 Kilometern erreicht. Durch den Saarmunder Endmoränenbogen getrennt vom Zwischenurstromtal der heutigen Nuthe-Nieplitz-Niederung schließt sich im Osten das Plateau des Teltow an, das bis in das südliche Berlin hineinreicht. Nördlich der Havel liegt die Nauener Platte mit dem Havelland.

Bekanntere Orte in der Zauche sind im Zentrum Lehnin mit dem gleichnamigen Kloster Lehnin und am östlichen Rand die Spargelstadt Beelitz. Große Teile des Gebietes werden seit dem 20. Jahrhundert als Truppenübungsplatz genutzt.

Der Name Zauche kommt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „trockenes Land“. Die Sand- und Heideflächen (Beelitzer Sander) bilden den idealen Boden für die Spargel-Zucht. Neben den Trockenflächen prägen größere Kiefernwälder das Landschaftsbild. Reste von angestauten Schmelzwasserseen wie der Torfstichsee Emstaler Schlauch und der Klostersee sowie einige kleinere Stillgewässer, die aus Toteisblöcken entstanden, lockern die karge Fläche auf.

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