Kerzenfabrik

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Im Potsdamer Stadtteil Berliner Vorstadt, wo heute Aldi den deutschlandweit einzigen Supermarkt mit einem Bootsanleger unterhält, befand sich einst die alte Kerzenfabrik, genauer, die Ostermannsche Lichterfabrik. Auf dem Grundstück in der Berliner Straße 47-48 befanden sich ab 1837 eine Salmiakfabrik, eine Stearin-Lichterfabrik und wahrscheinlich noch weitere Manufakturen.

Geschichte

1855 erwarb der Kaufmann Wilhelm Ostermann das Grundstück und errichtete dort einen Bau aus rotem Backstein. Bei der Architektur wurden Gestaltungselemente des englischen Tudorstils aufgegriffen, wie wir sie auch auf der gegenüberliegenden Seite des Tiefen Sees beim Kleinen Schloss im Park Babelsberg anzutreffen sind. 1870 wurde die Kerzenfabrik verkauft, der Absatz versiegte durch den wachsenden Anteil der ans Stadtgas angeschlossenen Wohnungen. Danach befand sich hier zunächst die Kartoffelmehlfabrik J.C. Broeking & Comp., danach richtete die Potsdamer Holz-, Torf- und Kohlenhandlung H.A.Köppen & Sohn ihr Lager ein, das sich dort bis 1945 befand. Auch zu DDR-Zeiten diente der Komplex als Lager. 2003 wurde das denkmalgeschützte Gebäude durch Aldi zu einem Supermarkt umgebaut.

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