Arado Flugzeugwerke

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Die ehemaligen Arado Flugzeugwerke hatten in der Teltower Vorstadt, in der Friedrich-Engels-Straße Nummer 24, ihren Potsdamer Sitz, wo ab 1946 die Märkische Volksstimme ihre Zeitungen drucken ließ.

Geschichte

Im Jahr 1913 wurde in der damaligen Neuendorfer Kaiser-Wilhelm-Straße (später Friedrich-Engels-Straße) die Seidenwarenfabrik Michels & Cie. errichtet.

Ab dem Jahr 1936 baute die „Arado Flugzeugwerke GmbH“ hier in einer Zweigstelle Schulflugzeuge.

Im Jahr 1928 wurde hier das erste Jagdflugzeug hergestellt, es folgten Bomber und Sturzkampfflieger (StuKa). Ab 1929 wurde hier das erste seegestützte Flugzeug hergestellt. Für die Erprobung wurde der hinter dem modernen Fabrikgelände gelegene Aradosee genutzt. Und im Jahr 1944 wurde hier das erste strahlgetriebene Bombenflugzeug der Welt, die „Arado Ar 234“ hergestellt.

Zu den Arado-Werken gehörten Betriebe in Warnemünde, Anklam und Rathenow. Die Arado-Flugzeugwerke zählten während des Zweiten Weltkrieges mit über 30.000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern. In dieser Zeit setzte das Unternehmen über 15.000 Zwangsarbeiter ein.

Im Zweiten Krieg wurden in den Werken Teile für die damals modernen Arado-Bomben-Flugzeuge gebaut. Die Werke wurden in der „Big Week“ von 1944 teilweise zerstört, als 3.300 Bomber von England und 500 von Italien das Nationalsozialistische Deutschland angriffen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte, nach den Festlegungen der Konferenz von Jalta, die Demontage der Anlagen. In den verbliebenen Gebäuden wurde später die Druckerei der Märkischen Volksstimme eingerichtet.

Flugzeuge

Unter anderem die folgenden Flugzeuge wurden hier gebaut:

  • Arado Ar 234 – erster strahlgetriebener Bomber (1944)
  • Arado SSD I – seegestütztes Jagdflugzeug (zwischen 1929 und 1944)
  • Arado W II – seegestütztes Übungsflugzeug (1928)

Siehe auch

Weblinks