Hermann Elflein

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Hermann Elflein

Hermann Elflein (* 8. Februar 1892 in Langensalza; † 22. Juli 1943 im KZ Sachsenhausen) war ein deutscher Lithograph, Politiker (KPD), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und ein Opfer des Faschismus.

Geschichte

Hermann Elflein wurde am 8. Februar 1892 in Langensalza/Thüringen geboren. Er erlernte den Beruf eines Lithographen und wurde früh Mitglied des Gewerkschaftsverbandes der Lithographen und Steindrucker. Elflein gehörte zu den wenigen, die den Ersten Weltkrieg ablehnten und schloss sich deshalb dem Spartakusbund in Thüringen an. Nach dem Krieg wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Im Jahr 1922 zog er nach Potsdam und wurde kurze Zeit später ein führendes Mitglied der Potsdamer KPD sowie Abgeordneter der Stadtverordnetenversammlung. Sein Hauptbetätigungsfeld ar die politische Agitation. Mit seinen Lithographien und Plakaten rief Elflein zum Kampf gegen Kriegsgefahr und den stärker werdenen Faschismus in Deutschland auf.

Im Jahr 1933 wurde Hermann Elflein von den Nationalsozialisten verhaftet und war 9 Monate lang schwersten Misshandlungen und Folterungen ausgesetzt. Nach seiner Haftentlassung tauchte er sofort unter und arbeitete in der Illegalität weiter. Deshalb wurde er 1935 erneut verhaftet und zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Anschließend wurde er in die sogenannte Schutzhaft genommen und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Dort erlag Hermann Elflein der jahrelangen Folterung und der Haft am 22.07.1943.

Eine Gedenktafel auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde erinnert heute in Berlin an ihm. In Potsdam wird sein Gedenken durch die Hermann-Elflein-Straße aufrechtgehalten.

Quellen

  • „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988; S. 24

Weblinks