Albrecht Mertz von Quirnheim

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Oberst von Quirnheim um 1940

Albrecht Mertz von Quirnheim (* 25. März 1905 in München; † 21. Juli 1944 in Berlin) war adeliger Offizier, Widerstandskämpfer gegen die Hitlerregierung und führende Persönlichkeit beim Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 sowie Opfer des Faschismus.

Geschichte

Albrecht Mertz wurde als Offizierssohn am 25. März 1905 in München geboren. Ab 1914 besuchte er das Gymnasium in Amberg und ab 1920 das Victoria-Gymnasium in Potsdam. Der Schulwechsel wurde erforderlich, da die Familie nach Potsdam umsiedelte, nachdem Albrechts Vater Präsident des Reichsarchivs wurde. Nach seinem Abitur trat er in die Reichswehr ein. Durch die familiären Verbindungen lernte Mertz die späteren Widerstandskämpfer Claus Graf Schenk von Stauffenberg sowie die Haeften-Brüder kennen.

Mertz hatte als Sproß einer Offiziersfamilie keine Einwände gegen Hitlers Krieg. Seine Meinung änderte sich durch die Kenntnisse von Greueltaten, die im Rücken der kämpfenden Front gemacht wurden. Zu diesem Wissen gelangte Mertz, weil er Stabsoffizier beim Generalstabs war. So kam es zu engeren Kontakten zu Mitgliedern des militärischen Widerstandes. Seit September 1943 war er in den Plan, Adolf Hitler durch ein Attentat zu beseitigen, eingeweiht. Genau wie Stauffenberg trat auch Mertz für eine Zusammenarbeit mit allen Gruppierungen des Widerstandes ein, also auch mit kommunistischen und sozialdemokratischen Kräften. des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland ein. Mertz erhielt auch detailierte Informationen von Wilhelm Dieckmann, einem leitenden Mitarbeiter des Reichsarchivs.

Da das Attentat auf Hitler scheiterte, konnte auch der Putschversuch nicht gelingen. Die Verschwörer wurden überwältigt und noch in der Nacht des 20. Juli 1944 auf Veranlassung von Generaloberst Friedrich Fromm im Hof des Bendlerblocks kurz nach Mitternacht standrechtlich erschossen.

Quellen

  • „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988; S. 63F
  • wikipedia