Brigitte Ahrenholz

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Brigitte Ahrenholz (2. v.l.), beim EM-Doppelvierer 1973

Brigitte Ahrenholz (* 08.08.1952, in Potsdam; tot aufgefunden am 7. April 2018 bei Werder (Havel)) war eine ehemalige Ruderin. Sie wurde Olympiasiegerin sowie Welt- und Europameisterin.

Geschichte

Brigitte Ahrenholz wurde am 8. August 1952 in Potsdam geboren. Ihre Laufbahn als Ruderin begann sie in der DDR, im Ruder-Klub Werder und wechselte später zum Sportklub Berlin-Grünau.

Im Jahr 1971 (mit 19 Jahren) wurde Ahrenholz mit dem Achter Vize-Europameisterin bei den Europa-Meisterschaften in Kopenhagen. Damit verteidigte dieses Boot den Titel nicht, den sein Vorgänger, ohne Ahrenholz, ein Jahr zuvor gewonnen hatte. Zwei Jahre später gelang der Potsdamerin in Moskau im Doppelvierer mit Steuerfrau der Europa-Meistertitel vor den Rumäninnen, bei der letzten Europa-Meisterschaft vor einer über 30-jährigen Pause.

Wiederum ein Jahr später, 1974, konnte Ahrenholz nun auch im Achter ihren ersten internationalen Titel, den Erfolg bei der Weltmeisterschaft in Luzern, holen. Der größte Erfolg aber gelang ihr im Jahr 1976, als sie bei den Olympischen Spielen in Montréal mit fast drei Sekunden Vorsprung auf das Team der Sowjetunion den Olympiasieg mit dem Achter um Steuerfrau Marina Wilke gewann.

Neben ihren internationalen Titeln wurde Ahrenholz auch mehrmals deutsche Meisterin. Besonders im Sprint gelangen ihr einige Erfolge. Insgesamt errang sie eine Gold-Medaille bei den Olympischen Spielen, einen Weltmeistertitel und eine Gold- sowie eine Silber-Medaille bei Europameisterschaften.

Lange Jahre war sie als chirugische Ärztin in der Stadt Werder (Havel) tätig und war seit 2008 Vorsitzende des Ruder-Klub Werder.


Am 4. März 2018 wurde Brigitte Ahrenholz von ihrer Tochter als vermisst gemeldet. Über einen Monat später, am 7. April 2018, wurde im Schilfgürtel des Zernsees bei Werder (Havel) durch einen Spaziergänger eine weibliche Leiche gefunden. Die Tote war Brigitte Ahrenholz.

Quellen