Landhaus Moosgarten

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Die Villa im August 2013

Das Landhaus Moosgarten, auch Villa Moos genannt, steht im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, im Horstweg 10, unweit der Nutheschnellstraße. Es gehört einer Familie, die es von der Erbengemeinschaft des Bauherrn im Jahr 1999 gekauft hat. Leider wurde das einmalige Landhaus noch nicht unter Denkmalschutz gestellt.

Geschichte

Das Landhaus wurde im Jahr 1913 für den Unternehmer und Mitbegründer des Schuhimperiums Salamander Rudolf Moos erbaut. Architekt der Villa war August Endell, der mit Moos befreundet war. Kennzeichnend für das Gebäude sind sein Fachwerkgibel und das große Mansardendach. Zu dem Landhaus gehörte ein Ziergarten und eine große Gärtnerei. Hier baute Moos Obst und Gemüse an, das er verkaufte und sogar an ein Berliner Restaurant lieferte. Für dieser Gärtnerei ließ Moos auch mehrere Gewächshäuser bauen.

Seit dem Jahr vermietete Moos die Villa. Erst an Urlauber, dann an Dauermieter. Als der Absatz seiner Gartenprodukte in Folge der Inflation extrem zurück ging, ließ Moos die Gärtnerei parzellieren und zu einer Laubenkolonie umbauen. So entstand im Jahr 1929 der Kleingartenverein "Moosgarten".

Rudolf Moos war jüdischer Bürger und reiste deshalb mit seiner Frau im Jahr 1939 nach England aus. In dem Landhaus wohnten weiterhin mehrere Mitspartein. Dies änderte sich auch nicht nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 1999 kaufte eine Babelsberger Familie das Landhaus von der Erbengemeinschaft Moos die Villa. Seitdem wurde das Landhaus saniert und von der Großfamilie bewohnt.

Quellen