Lordmarschallhaus

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Die Straßenseite vom Lordmarschallhaus im Sommer 2010

Das Keith-Haus, früher Lordmarschallhaus genannt, befindet sich in der Brandenburger Vorstadt von Potsdam, in der Lennéstraße 9 – rechts vom Affengang und auf einer Sichtachse mit dem Schloß Sanssouci. Es wurde im 18. Jahrhundert für den Lordmarschall George Keith gebaut und steht heute unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Gartenseite im Sommer 2010

Das Lordmarschallhaus wurde einst nach dem ersten Besitzer dieser Villa, dem Lord-Marschall , benannt und in den Jahren von 1764 bis 1766 gebaut.

George Keith diente dem preußischen König Friedrich II. in verschiedenen diplomatischen Angelegenheiten und reiste dazu unter anderem nach Frankreich, in die Schweiz, nach Spanien und nach England. Außerdem schätzte der König die Gesellschaft des Lordmarschalls sehr. Daher kaufte er ein größeres Grundstück in der Nähe von Schloß Sanssouci und Keith bekam den Befehl, auf diesem Grundstück eine Villa zu bauen. Der Entwurf dieses eher schlichten zweistöckigen Gebäudes stammt von Heinrich Ludwig Manger. Als Prunkstück galt der zentral gelegene Ovale Saal, der dem Saal in Friedrichs Weinbergschloß ähneln sollte. Die ursprüngliche Bemalung des Saales stammt von Christian Gottlob Fechhelm. Diese ist jedoch nicht erhalten geblieben. Statt dessen sind Arbeiten der Dresdner Künstlervereinigung „Das Kunstwerk“ zu sehen, die sich auf George Keith und dessen Potsdamer Lebensumfeld beziehen.

Ende 2009 wurde das Haus im Auftrag vom Baudirektor der Schlösserstiftung, Alfons Schmidt, saniert.

Quellen