Am Schlaatz

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Der Schlaatz, um 2008

Am Schlaatz – umgangssprachlich auch kurz „Schlaatz“ genannt – ist der Name eines Stadtteils im Süden von Potsdam. Das kulturelle Zentrum des Wohngebietes ist das Bürgerhaus am Schlaatz.

Geschichte

Der Schlaatz wurde im wesentlichen bis zum Jahr 1987 auf den Wiesen an der Nuthe gebaut. Daher auch der Name: „Schlaatz“ kommt aus dem Slawischen und heißt soviel wie „vom Sumpf umgeben“. Die Straßennamen am Schlaatz wurden in ähnlicher Weise benannt, so dass diese auf „Horst“, „Hof“ oder „Kiez“ enden. In Mosaiken an den Giebeln der Wohnblöcke wurde der Straßenname im Bild umgesetzt.

Die Bebauung erfolgte in drei Etappen. Im zweiten und dritten Bauabschnitt wurden so genannte Ratio-Wohnungen errichtet. Hatten die Wohnungen des ersten Bauabschnittes noch eine durchschnittliche Größe von rund 60 Quadratmeter, so folgten im zweiten und dritten Abschnitt Wohnungen mit durchschnittlichen Größen von rund 56 und 54 Quadratmeter. Durch eine zusätzliche Wand, wurden 2-Raum- zu 3-Raum- und 3-Raum- zu 4-Raum-Wohnungen.

Um den Schlaatz in der Nuthe-Niederung bauen zu können, mussten große Mengen Kies bewegt werden. Dabei wurde von einer Kiesgrube am Stern, Kies über eine Rohrleitung zum Schlaatz gespült. Aus der ehemaligen Kiesgrube wurde später der Baggersee am Stern.

Ab dem Jahr 1990 hatten sich die Vorzeichen umgekehrt. Wer es sich leisten konnte, suchte anderswo eine größere Wohnung. Das führte dazu, dass der Schlaatz auch als ein sozialer Brennpunkt angesehen wurde.

Später arbeiteten die Wohnungsgesellschaften dem Verfall entgegen und nach massiven Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten, bis etwa zum Jahr 2006, verzeichnete der Schlaatz wieder einen Bevölkerungszuwachs. Dabei zogen vor allem junge Leute und Studenten hier her. Sie schätzen die grüne Lage, die gute Anbindung zur Innenstadt und den sehr preisgünstigen Wohnraum. Am Schlaatz wohnten zu der Zeit 8.660 Menschen in 5.473 Wohnungen und das Durchschnittsalter betrugt damals 36,9 Jahre.

In der Zeit der letzten Umgestaltung des Schlaatzes, bis ins Jahr 2006, entstand auch das Bürgerhaus am Schlaatz, welches zum hiesigen Kulturzentrum wurden.

Seit dem Jahr 2007 bestehen durch das Bund-Länder-Programm „Die Soziale Stadt“ gezielte Fördermöglichkeiten – für soziokulturelle Projekte, Projekte im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie Unterstützung von Ehrenamt – durch welches auch die Weiterentwicklung des Schlaatzes geförtert wird.

Weblinks

  • Schlaatz.de – Webseite bei der Stadtkontor Gesellschaft für behutsame Stadtentwicklung mbH
  • Potsdam Süd – Artikel bei Potsdam.de