Templiner See

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Der Templiner See mit der Speicherstadt, Sommer 2010

Der Templiner See liegt im Südwesten von Potsdam, in einer von Nordost nach Südwest ausgerichteten eiszeitlichen Rinne. Er ist im weiteren Sinne nur eine Verbreiterung der Havel. Der See hat eine Gesamtlänge von etwa 5,8 Kilometer und eine Fläche von etwa 5,11 Quadratkilometer. Die maximale Wassertiefe beträgt etwa 6 Meter.

An seinem südöstlichen Ufer befindet sich das Waldbad Templin

Weitere Details

Templiner See mit Blick auf Caputh, Sommer 2011

Im Nordteil des Templiner Sees befinden sich die beiden Inseln „Untere Planitz“ und „Obere Planitz“. Über die Untere Planitz verläuft die Trasse der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn in Richtung Hauptbahnhof Potsdam. Die beiden Inseln und die Halbinsel Kiewitt trennen die Neustädter Havelbucht vom Templiner See. Auf der Nordostseite ragt die ambossförmige Halbinsel Hermannswerder mit ihren beiden Teilen Küssel und Tornow in den See. Die beiden dadurch entstandenen Buchten heißen im nördlichen Teil Vorderkappe und im südlichen Teil Hinterkappe. Wegen der künstlichen Verbindung der beiden Buchten durch den Judengraben, wurde Hermannswerder zur Insel.

Bis in die 1950er Jahre war der Templiner See die Regattastrecke für das Freizeit- und Sportgelände Luftschiffhafen. Durch den Bau des Bahnhofs Pirschheide im Jahr 1959 und den Berliner Außenring zur Umfahrung von Berlin, wurde ein 90 Meter breiter, 1.170 Meter langer und 10 Meter hoher Bahndamm in den See geschüttet. Ein nur etwa 150 Meter breiter Durchlass und eine Seeenge für Sportboote an der Ostseite der Unteren Planitz ermöglichen die Durchfahrt zwischen den Seeteilen.

Der Templiner See ist Teil der unteren Havel-Wasserstraße und hat den Status einer Bundeswasserstraße der Klassifizierung IV.

In seinem südwestlichen Bereich gehört der Templiner See – zusammen mit Caputh – zur Gemeinde Schwielowsee.

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