Villa Francke

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Die Villa Francke befindet sich in der Jägervorstadt, Gregor-Mendel-Straße 23. Das Gebäude wurde 1873 bis 1874 als Sommerresidenz für den Berliner Holzhändlers Carl Francke. Das Gebäude wurde durch den Hofarchitekten Reinhold Persius 1873 errichtet. Das Gebäude wurde im Stile des Historismus, "Dresdner Villenstil", mit einem Monumentalporal errichtet. Referenzen an die italienische Renaissance sind erkennbar.

Bei der Modernisierung durch Peter Behrens 1911 blieb die Villa im Wesentlichen unverändert. Behrens fügte hinter dem Gebäude eine Tennisanlage hinzu.

Das Gebäude und 1,3 ha Park gehört der Villa K GmbH des Kunsthistorikers Matthias Köppel und des Archtiekten Wolfgang Keilholz. Sie planen die vollständige Wiederherstellung des Gartendenkmals mit Rondell und Fontäne sowie einem Obstgarten. Die Villa hat eine Nutzfläche von 720 Quadratmetern, sie soll durch einen unterirdischen Bau erweitert und als Kunstmuseum genutzt werden. Bereits 2018 fanden im Gebäude eine Ausstellungen statt.

Köppel ist Geschäftsführer einer Berliner Immobilienholding. Er kaufte die Villa Francke 2018 von einer Erbengemeinschaft. Sie war zu DDR-Zeiten als Labor des russischen Militärlazaretts genutzt worden. Der Vorkriegs-Besitzer wurde als britischer Staatsbürger dazu nicht enteignet, er vermietete das Haus. Die hochwertige Ausstattung mit Marmorkaminen und Säulen, Stuckdecken und Intarsienparkett blieb erhalten. Villa Francke steht unter Denkmalschutz.


Quellen

  • Villa Francke - Immobilienpräsentation
  • "Villa Francke wird Sammlermuseum" in Märkische Allgemeine 24. Januar 2019
  • "Neues Museum der Spitzenklasse in Potsdam geplant" in PNN 23. Januar 2019
  • Villa Francke - Dokumentation berlin brandenburg film comission