Kapellenberg

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Die Alexander-Newski-Gedächtniskirche, um 2006

Der nur 55,1 m NN hohe Kapellenberg befindet sich im Norden von Potsdam, in der Nauener Vorstadt, nahe der Kolonie Alexandrowka und dem 77 m hohen Pfingstberg. Den Namen erhielt der Berg durch die auf ihm errichtete Alexander-Newski-Gedächtniskirche, welche auf dessen Gipfel tront.

Dieser Name ist aber erst seit 1896 auf Karten zu finden. Vordem hieß er zunächst nur nach Gründung von Alexandrowka zur Ehrung des russischen Zaren kurzzeitig Alexanderberg, ansonsten zumindest auf Karten seit 1774 bis 1864 immer Minenberg. Diese Namensgebung ergab sich durch besondere militärische Versuche. Es ging um Eroberung von Festungen durch Sprengung aus darunter vorgetriebenen Stollen, die damals Minen hießen und von Mineuren aufgefahren wurden. Den Hauptversuch leitete am Sonnabend 27.April 1754 der in preußischen Diensten stehende Franzose, der Ingenieur-Oberstleutnant Le Feburé, mit 53 Zentner von dem besten ordinären Pulver. Erfolg der Sprengung zeigte sich oberirdisch mit einem 5 m tiefen und 20 m breiten Trichter. Spuren dieser militärischen Übungen sind in der heutigen Kleinmorphologie noch erkennbar. Die militärische Nutzung ging  aber weiter, vor allem wurden Manöver an künstlich aufgeworfenen Schanzsystemen (so im Jahre 1800 im Detail belegt) bis 1825 durchgeführt, als dann die Alexander-Newski-Gedächtnis-Kirche geplant wurde.

Quellen

  • Heilmann; J. Kriegskunst der Preußen unter König Friedrich dem Großen, Band 2, 1853, S.125/126
  • Knitter , H. & Lambrecht, R. (2006): Rund um das Bornstedter Feld, Streiflichter zur Geschichte des Potsdamer Nordraumes. – 192 S., hier S.15
  • Kartenskizze der Gegend unmittelbar nördlich Potsdam aus dem Jahre 1800, M 1:5000 SBPK/W Kart N 5956, abgebildet in Schumacher, H., Solmsdorf, H. & Hallmann, H.W. (1993) Potsdamer Kulturlandschaft, auf S. 79
  • Mörtl, W. (2021): Bergführer Potsdam: Die schönsten Spaziergänge zu den 75 Gipfeln der Stadt. – Be.bra-Verlag 192 Seiten, hier S.35-40
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