Orangerie im Neuen Garten


Die Orangerie im Neuen Garten von Potsdam befindet sich nahe dem Marmorpalais, an der Südseite des Heiligen Sees. Sie wurde 1791/1792 im Auftrag von König Friedrich Wilhelm II. von Carl Gotthard Langhans errichtet, der auch am Bau des Brandenburger Tors in Berlin beteiligt war.
Das Gebäude diente der Überwinterung empfindlicher Pflanzen wie Palmen, Agaven, Lorbeer- und Orangenbäumchen, die im Sommer die preußischen Parks schmückten. Zugleich verfügte es mit dem Palmensaal über einen Konzertsaal, den Friedrich Wilhelm II., selbst Cellospieler, für kleinere Aufführungen nutzte.
An der Ostseite befindet sich das sogenannte Ägyptische Portal. Auf dem Architrav über dem Eingang sitzt eine Sphinx mit Nemes-Kopftuch, ausgeführt von Johann Christoph Wohler nach Entwürfen von Johann Gottfried Schadow. In der Halbkuppel des Vorraums ist ein Sonnenrad dargestellt, dessen neun Strahlenfelder mit den Ordensgraden der Gold- und Rosenkreuzer in Verbindung gebracht werden.
Rechts und links des Eingangs stehen in Wandnischen zwei schwarz gefärbte Götterfiguren im ägyptischen Stil nach Entwürfen Schadows. Als Vorbild diente die Antinous-Skulptur aus der Villa Hadriana in Tivoli bei Rom.
Weitere Bilder
-
Gedenktafel zur Konvention von Tauroggen 1812
Quellen
- Webseite der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
- „Verborgenes Potsdam", Manuel Roy; Jonglez-Verlag 2023, S. 174-179, ISBN: 978-2-36195-597-7