Orangerie im Neuen Garten


Die Orangerie im Neuen Garten von Potsdam befindet sich nahe dem Marmorpalais, an der Südseite des Heiligen Sees. Sie wurde 1791/1792 im Auftrag von König Friedrich Wilhelm II. von Carl Gotthard Langhans errichtet, der auch am Bau des Brandenburger Tors in Berlin beteiligt war.
Das Gebäude diente der Überwinterung empfindlicher Pflanzen wie Palmen, Agaven, Lorbeer- und Orangenbäumchen, die im Sommer die preußischen Parks schmückten. Zugleich verfügte es mit dem Palmensaal über einen Konzertsaal, den Friedrich Wilhelm II., selbst Cellospieler, für kleinere Aufführungen nutzte.
An der Ostseite befindet sich das sogenannte Ägyptische Portal. Auf dem Architrav über dem Eingang sitzt eine Sphinx mit Nemes-Kopftuch, ausgeführt von Johann Christoph Wohler nach Entwürfen von Johann Gottfried Schadow. In der Halbkuppel des Vorraums ist ein Sonnenrad dargestellt, dessen neun Strahlenfelder mit den Ordensgraden der Gold- und Rosenkreuzer in Verbindung gebracht werden.
Rechts und links des Eingangs stehen in Wandnischen zwei schwarz gefärbte Götterfiguren im ägyptischen Stil nach Entwürfen Schadows. Als Vorbild diente die Antinous-Skulptur aus der Villa Hadriana in Tivoli bei Rom.
Blumengarten
Im Februar 1879 erhielt Theodor Nietner, der von 1878 bis 1893 als Hofgärtner im Neuen Garten tätig war, den Auftrag, auf der bisher landschaftlich gestalteten Fläche südlich der Orangerie einen Rosengarten anzulegen. Er schuf einen geometrisch gestalteten Garten, dessen Relief bis heute den Gartenraum bestimmt. 1917 wurde der Rosengarten in einen Staudengarten umgewandelt. Gartendirektor Harri Günther gestaltete ihn 1966 zu einem Blumengarten um. Seit 1978 schmücken von Gerhard Lichtenfeld entworfene Brunnenfiguren den Garten.
Weitere Bilder
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Gedenktafel zur Konvention von Tauroggen 1812
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Teppichbeetbepflanzung
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Westtor
Quellen
- Webseite der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
- „Verborgenes Potsdam“, Manuel Roy; Jonglez-Verlag 2023, S. 174-179, ISBN: 978-2-36195-597-7
- „Neuer Garten - Pfaueninsel“, Michael Sailer und Hans Bach, Edition Braus Berlin GmbH, 2013, ISBN: 978-3-86228-049-0