Villa Mendelssohn

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Die Villa im August 2007

Die Villa Mendelssohn befindet sich in der Nauener Vorstadt von Potsdam, in der Bertinistraße 3 bis 5. Hier wohnt heute (2006) Rechtsanwalt Felix Müller-Stüler mit Familie. Der Rechtsanwalt, der in Potsdam arbeitet, hat gemeinsam mit einem befreundeten Arztehepaar den Umbau mit vielen Eigenleistungen bewerkstelligt.

Felix Müller-Stüler war dabei in seinem Element, denn er ist der Ururenkel des Preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler, des Architekten der Nikolaikirche. Außerdem ist er Ururenkel des Bauherrn der Villa, Otto von Mendelssohn Bartholdy, und ein Nachfahre des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy.


Geschichte

Das heutige Landhaus entstand 1906 durch einen Umbau des vermutlich um das Jahr 1800 errichteten Gebäudes. Architekt war Hr. Ludwig. Paul Schultze-Naumburg, der Baumeister des Schlosses Cecilienhof, hat nach einem Werksverzeichnis wohl den Giebel überformt. Belege finden sich hierfür jedoch nicht.

Otto von Mendelssohn Bartholdy erwarb das 33.000 Quadratmeter große Grundstück mit Gebäude im Jahr 1900 und ließ es 1907 gründlich umbauen und erweitern. 1942 wurde die Familie wegen ihres jüdischen Glaubens von den Nazis enteignet und konnte sich im Ausland in Sicherheit bringen. Das Haus diente zunächst als Seeschifffahrtsamt und war in der DDR Studentenwohnheim der Pädagogischen Hochschule.

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1
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