Teltower Tor

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Lange Brücke bei Nacht, rechts die beiden Torhäuser; 1840
Lange Brücke mit dem Teltower Tor; 1835

Das Teltower Tor in Potsdam ist jenes Bauwerk, welches die wenigsten Potsdamer kennen. Zum Einen deshalb, weil es nur gut 100 Jahre existierte und zum Anderen, weil es kein Tor im eigentliche Sinne war. Es bestand lediglich aus einem, später aus zwei Gebäuden für die Wache und den Zoll, die nicht miteinander verbunden waren. Auf dem Gemälde von J. H. Hintze sind die Torhäuser ganz links zu sehen. Das Tor stand an der Langen Brücke.

Geschichte

Das erste Wachhaus ließ Friedrich Wilhelm I. unweit des Stadtschlosses errichten. Dies entstand zusätzlich zu einem bereits vorhandenem einfachen Schilderhaus. Neben der Kontrolle von Personen und Waren hatten die Wachsoldaten auch die Zugbrücke zu bedienen. Im Jahr 1815 entwarf der Architekt Quednow ein richtiges Teltower Tor. Er wollte Tor und Wachhaus mit einem Triumphbogen verbinden, und mit einer Viktoria krönen. Zur Ausführung kam dieser Vorschlag jedoch nicht.

Erst der Neubau der Langen Brücke in den Jahren 1824/25 ließ das eigentliche Teltower Tor entstehen. Karl Friedrich Schinkel führte diese Bauvorhaben aus. Da die Lange Brücke zur Teltower Vorstadt führte, einem Wohnviertel mit industrieller Manufaktur, wurde auf große Repräsentation verzichtet. Schinkel baute schlicht nur zwei Torhäuser. Als Vorbild für die Torhäuser diente das Bockenheimer Tor in Frankfurt a. Main.

Durch die Sprengung der Langen Brücke durch Soldaten der Wehrmacht kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurden auch die beiden Torhäuser zerstört.

Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“; Verlag für Berlin-Brandenburg; 2010; ISBN 978-3-942476-03-4