Nauener Vorstadt

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche

Die Nauener Vorstadt gehörte, wie alle anderen Vorstädte – außer der Teltower Vorstadt – bereits im 18. Jahrhundert zu Potsdam. Zentrale Verkehrsachse ist die Friedrich-Ebert-Straße. Die Nauener Vorstadt liegt nördlich dem Nauener Tor und wird im Westen durch die Jägerallee und im Osten durch den Neuen Garten begrenzt. Im Norden findet die Nauener Vorstadt durch den Pfingstberg und dem Jungfernsee ihre natürlichen Grenzen. Schon diese Aufzählung lässt ahnen, dass die Nauener Vorstadt zu den besseren Gegenden der Stadt gehört.

Vor dem Nauener Tor liegen das von seiner Größe her imposante Neues Rathaus und zahlreiche Villen, in denen auch heute zum Teil prominente Bewohner leben, zum Beispiel die Verlegerswitwe Friede Springer und Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG. Die historische Holzhaussiedlung Alexandrowka gehört zu den Unesco-Welterbestätten. Sie ist nicht das einzige Zeugnis der wechselhaften deutsch-russischen Beziehungen. Teile der Nauener Vorstadt gehörten nach 1945 zur Verbotene Stadt und wurden von sowjetischen Truppen genutzt. Der KGB, die sowjetische Staatssicherheit, hatte hier ihre Deutschland-Zentrale. Der nördlichste Ausläufer der Nauener Vorstadt wird von der Bertinistraße gebildet. Unmittelbar am Jungfernsee hatten hier einst jüdische Bankiers ihre imposanten Villen.

Weblinks

Quellen