Gedächtnisurne am Heiligen See

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Gedächtnisurne am Ufer des Heiligen Sees

Die Gedächtnisurne am Ufer des Heiligen Sees befindet sich im Neuen Garten in unmittelbarer Nähe des Marmorpalais. Auf einem quadratischen Sockel steht eine marmorne Vasenurne, die als Erinnerungsmal für einen früh verstorbenen Sohn König Friedrich Wilhelms II. errichtet wurde.

Die Urne wurde im späten 18. Jahrhundert im Auftrag Friedrich Wilhelms II. aufgestellt. Sie erinnert an Graf Friedrich Wilhelm Moritz Alexander von der Mark (1779–1787), genannt „das Anderchen“. Alexander war ein Sohn des Königs und Wilhelmine Enkes, der späteren Gräfin Lichtenau. Aufgrund der nicht standesgemäßen Verbindung seiner Eltern war er nicht erbberechtigt, nahm jedoch im Leben seines Vaters eine besondere Stellung ein.

Alexander verstarb im Alter von acht Jahren unerwartet. Die genauen Umstände seines Todes konnten nicht geklärt werden. Der Verlust traf den König schwer und führte zu einer intensiven persönlichen Trauer, die sich auch in der Errichtung mehrerer Erinnerungsorte ausdrückte.

Für Alexander wurde zudem ein Grabmal nach einem Entwurf von Johann Gottfried Schadow geschaffen, das sich heute in der Alten Nationalgalerie in Berlin befindet.

Die Gedächtnisurne im Neuen Garten war nach dem Zweiten Weltkrieg über Jahrzehnte hinweg verschollen. Sie wurde später aus dem Heiligen See geborgen und im Jahr 2005 restauriert und wieder an ihrem ursprünglichen Standort aufgestellt. Die ursprüngliche Inschrift ist heute nicht mehr lesbar; vermutlich beschränkte sie sich auf den Namen „Alexander“.

Quellen

  • „Verborgenes Potsdam", Manuel Roy; Jonglez-Verlag 2023, S. 160-161, ISBN: 978-2-36195-597-7
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