Loge Minerva

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Das ehemalige Logenhaus,
Frühjahr 2011

Die Loge Minerva ist die älteste der sieben Gründungslogen der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland". Daher trägt sie auch die Matrikel-Nummer eins. Die Loge ist ein eingetragener Verein, dem heute Menschen aller Bevölkerungsschichten angehören.

Geschichte

Die Loge wurde am 13.Mai 1768 in Potsdam gegründet. Als Schutzherr fungierte König Friedrich II. von Preußen, der selbst ein Freimaurer war. In den ersten Jahren übte die Loge ihre Tätigkeit in angemieteten Räumen vor dem Nauener Tor aus. Erst im Jahr 1830 bezog sie ihr eigenes Haus im Kiez. Dieses Haus in der Kiezstraße 10 wurde in den Jahren 1844 und 1845 erweitert und umgebaut. Baumeister war Ludwig Persius. Mitglieder der Loge waren zum größten Teil Vertreter des Adels, Offiziere und Diplomaten.

Im Jahr 1935 wurde die Loge, so wie alle Logen, aufgelöst. Erst 1968 wurde die Logentätigkeit in Berlin (West) wieder aufgenommen. In der ehemaligen DDR blieben Logen verboten. Wie zur Gründungszeit üblich, waren die meisten der Logenmitglieder adlige Offiziere und Diplomaten.

Seit der Wende wird eine Rückkehr der Loge Minerva nach Potsdam angestrebt.

Das Gebäude ging nach der Enteignung 1937 an die Zivilgemeinde der Garnisonkirche über, die nach dem Krieg in Heilig-Kreuz-Gemeinde umbenannt wurde. 1969-1972 erfolgte die Rekonstruktion unter Erhaltung der historischen Fassade. Ein Rechtsstreit im Jahr 2002 um die Rückgabe des Hauses an die Loge brachte keinen Erfolg.

Quellen

  • Freimaurer Minerva – offizielle Webseite
  • Waltraud Volk: Potsdam Historische Straßen und Plätze heute, VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1988, ISBN 3-345-00050-4, S. 145
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