Pyramide


im Frühjahr 2001
Die Pyramide im Neuen Garten von Potsdam befindet sich in der Sichtachse des Marmorpalais und wurde in den Jahren 1791 bis 1792 errichtet. Sie diente als Eiskeller zum Frischhalten von Lebensmitteln. Im Winter wurde dem Heiligen See Eis entnommen und in der untersten Etage des Kellers der Pyramide gelagert, welcher etwa 5 Meter in den Boden geht.
Über dem Eingang sind vergoldete Planetensymbole angebracht, von denen nur ein Teil den üblichen Darstellungen entspricht. An den Seiten des Eingangs befinden sich zudem Reliefs mit stilisierten, schwer eindeutig zuzuordnenden Motiven.
Ein Zusammenhang dieser Gestaltungselemente mit den zeitgenössischen Interessen Friedrich Wilhelms II. an mystischen und naturphilosophischen Vorstellungen wird in der Literatur vereinzelt diskutiert. Eine gesicherte Deutung liegt jedoch nicht vor.
Quellen
- Parklandschaft Neuer Garten - Artikel der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
- „Verborgenes Potsdam", Manuel Roy; Jonglez-Verlag 2023, S. 150-154, ISBN: 978-2-36195-597-7