Schanzenberg

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Ausschnitt Karte von Putlitz 1810/1811 mit Hinweis auf Schanzenberg

In der Hügelkette der Saarmunder Endmoräne mit Berghöhen teilweise über 100 m NN erhielten mitunter auch viel flachere Berghöhen Namen, so z.B. der Schanzenberg mit einer Höhe von nur 74 m NN, der ca. 650 m südöstlich des später benannten Telegraphenberges kartiert ist. Anlass dazu war eine kleine, nur knapp 20 m lange, nach Nordosten schwach bogenförmig gewölbte und bis 1,5 m hohe Feldschanze, die nach Abzug der französischen Besatzungstruppen um 1810 zu Übungszwecken in bergigem Waldgebiet aufgeworfen wurde. Sie stand sicher im Zusammenhang mit dem unterhalb in der Nutheniederung gelegenen Exerzierplatz. Sie befindet sich am flachen Berghang ca. 100 m nordöstlich der höchsten Stelle des Schanzenberges. Sie ist ab 1813 in topografischen Karten nicht mehr ausgewiesen. Die Feldschanze ist in der heutigen Geländemorphologie aber noch schwach erkennbar, so auch im digitalen Geländemodell des Brandenburg Viewer. Ihre Lage und ihr Aufbau waren aber ungeeignet, sinnvoll in das System später im Jahre 1813 aufgeworfenen Feldschanzen gegen Napoleon eingebaut zu werden. Diskutiert wurde diese Frage damals durchaus.

Quellen

  • Mörtl, Wolfgang (2021): Bergführer Potsdam. Die schönsten Spaziergänge zu den 75 Gipfeln der Stadt. –192 Seiten, hier S. 88.
  • Putlitz, Major von (1810/1811): Plan von der Gegend um Potsdam. Auf seiner Königl. Majestät Allerhöchsten Befehl aufgenommen, kolorierte Handzeichnung auf 6 Blättern, Maßstab etwa 1:40.000.
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