Schloß Cecilienhof

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Das Schloß Cecilienhof, Anfang 2001
Cecilienhof bei Nacht, 2004

Das Schloss Cecilienhof befindet sich im Neuen Garten von Potsdam. Im Schloss selbst befindet sich die Gedenkstätte des Potsdamer Abkommens sowie ein Museum mit den Privaträumen des Kronprinzen.

Seit dem 1. November 2024 ist das Schloss wegen Sanierungsarbeiten geschlossen und wird voraussichtlich 2029 wiedereröffnet.

Geschichte

Kaiser Wilhelm II. ließ das Schloss Cecilienhof für seinen erstgeborenen Sohn, Kronprinz Wilhelm von Preußen und dessen Gemahlin Cecile errichten. Verantwortlicher Architekt war Paul Schultze-Naumburg. Der Bau dauerte von 1913 bis 1917. Im Stil eines englischen Landhauses erbaut, fügt sich das Schloss harmonisch in die Landschaft des Neuen Gartens ein. Seine reich gegliederte Fachwerkfassade wird gekrönt von 55 Schornsteinen, von denen keiner dem anderen gleicht. Blumengärten und Terrassen verbinden das Schloss mit dem Park. Es war das erste Schloss in Potsdam, das für einen ganzjährigen Aufenthalt eingerichtet war.

Nach dem Ersten Weltkrieg, der Kaiser und der Thronfolger hatten abgedankt, erhielt das Kronprinzenpaar Wilhelm und Cecile als Ergebnis der missglückten Fürstenenteigung das Schloss zur privaten Nutzung vom Staat zurück. Bis zur Vertreibung und Enteignung im Jahre 1945 bewohnte das Kronprinzenpaar Cecilienhof.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hier die Verhandlungen der Siegermächte statt. Mit dem Potsdamer Abkommen wurde hier Weltgeschichte geschrieben.

Sanierung Schlosshotel und Empfangsbereich

Nach 1945 fanden mehrere Umbauphasen statt. Bis heute werden rund 26 % der Innenräume überwiegend museal genutzt. In den übrigen Flächen des Gebäudeensembles wurde seit den 60er Jahren im Rahmen mehrerer Bauabschnitte ein Schlosshotel integriert, welches bis zu Beginn der 2017 abgeschlossenen Hüllensanierung geöffnet blieb.

Vorgesehen sind umfangreiche Sanierungsarbeiten im Inneren, um den derzeit ruhenden Hotelbetrieb wieder zu ermöglichen und somit weite Teile des Gebäudes, die derzeit ungenutzt sind, zu reaktivieren. Im Zuge dieses Vorhabens wird der bisherige Museumseingang verlegt, barrierefrei gestaltet und das Museum um weitere Ausstellungsräume erweitert.

Für den Hotelbetrieb mit 39 Zimmern und Suiten, aber auch für die Öffentlichkeit, wird ein Restaurant eingerichtet. Die Erneuerung der Haustechnik, der Rückbau von Schadstoffen und Maßnahmen zur Barrierefreiheit und Energieeinsparung dieses Baudenkmals sind weitere in die Zukunft weisende Bestandteile der für drei Jahre vorgesehenen Bautätigkeiten.

Weitere Bilder

Quellen

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