Kellertor

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Das Kellertor mit Zollhaus, um 1910
Das wiederaufgebaute Kellertorhaus im Jahr 2019


Das Kellertor in der Innenstadt von Potsdam war die östliche Begrenzung des Stadtkanals. Es befand sich in unmittelbarer Nähe der Einmündung Am Kanal und Große Fischerstraße.

Das Tor gehörte zur Stadtbefestigung des Jahres 1722 (siehe Stadterweiterung) und diente hauptsächlich der Kontrolle des Warenverkehrs von der Havel in die Stadt. Dazu war das Tor mit einem Zollhaus (rechte Seite von der Stadt aus) versehen. Über den Kanal wurden viele Waren in die Stadt eingeführt, die am Kellertor geschätzt und mit det örtlichen Akzise belegt wurden. Das Haus diente auf der wasserseitigen Hälfte dem Torschreiber und auf der Südseite einer vierköpfigen Militärwache.

Das Kellertor wurde nach dem kurfürstlichen Weinkeller benannt, der sich in unmittelbarer Nähe (in der Großen Fischerstraße unweit der Heilig-Geist-Kirche) befand. Der auch Amtsweinhaus genannte Weinkeller wurde für die Errichtung der Heilig-Geist-Kirche abgerissen.

Das Kellertor wurde bei den Kämpfen des Zweiten Weltkrieges von sowjetischer Artillerie getroffen und die Ruine 1960 abgebrochen.

Nach dem Kellertor wurde auch die nahe gelegene Kellertorbrücke benannt.

Quellen

  • „1000 Jahre Potsdam, Blätter aus der Stadtgeschichte, Teil I“; Herausgeber: Rat der Stadt Potsdam; 1987; FG 010/001/88
  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“, Götzmann, Jutta; Wernicke, Thomas; Winkler, Kurt (Hrsg.); Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin, 2010, S. 219f; ISBN 978-3-942476-03-4.