Georg Potente

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Georg Potente, mit vollen Namen Georg Wilhelm August Potente, (* 13. Februar 1876 in Kassel; † 27. April 1945 in Potsdam) war Hofgärtner im Park Sanssouci. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Gartendenkmalpflege im deutschsprachigen Raum.

Geschichte

Georg Potente wurde am 13. Februar 1876 in Kassel geboren. Seit 1902 war er als Hofgärtner im Park Sanssouci tätig. Nach der Abdankung des Kaisers Wilhelm II. wurde Potente zunächst Garteninspektor und später Gartendirektor von Sanssouci. Zu seinen Arbeiten zählte ab 1920 die Wiederherstellung des Parkkonzeptes des Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné. Dabei entwickelte er denkmalpflegerische Ansätze für den Gartenbau. Diese nutze er ab 1927 für die gesamte Gartenanlage von Sanssouci. Potente verließ 1938 die Schlösserverwaltung und wurde freischaffender Gartengestalter.

1911 wurde Potente in die Freimaurerloge Minerva aufgenommen. Er war ein persönlicher Freund des Landesgroßmeisters, Kurt von Heeringen. Letzterer war der letzten Leiter des Ordens vor dem Verbot durch die Nationalsozialisten im Jahr 1935. Nach dessen Tod im Jahr 1937 schuf Potente die Grabplatte für die Ruhestätte Heeringens. Und diese Grabplatte ist das einzige Grabdenkmal auf dem Friedhof in Bornstedt, das mit einer Symbolik der Freimaurer geschmückt ist.

Am 27. April 1945, mit dem Einmarsch der Roten Armee in Potsdam, beging Georg Potente Selbstmord. Mit weiteren 53 Toten wurde Potente in einer Verbindungsanlage zwischen dem Neuen Garten und dem Pfingstberg, an der Ecke Mirbachstraße/Albrechtstraße (heute Am Neuen Garten) provisorisch begraben. 1957 erfolgte die Umbettung in ein Gemeinschaftsgrab auf dem Neuen Friedhof in der Heinrich-Mann-Allee.

Quellen

  • „Georg Potente (1876–1945): die Entwicklung vom Gartengestalter zum Gartendenkmalpfleger zwischen 1902 und 1938 in Potsdam-Sanssouci“ von Jörg Wacker; Universität Potsdam, 2004, S. 22. (Dissertation)
  • „Georg Potente, 1876–1945, Pläne und Zeichnungen, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“ von Jörg Wacker und Harri Günther; Akademie-Verlag, Berlin 2003. ISBN 3-05-003677-X.