Villa Lax

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Die Villa Lax im Sommer 2007

Die Villa Lax befindet sich im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Villenkolonie Neubabelsberg, in der Sauerbruchstraße 14. Das Gebäude wurde zwischen den Jahren 1910 und 1913 gebaut und etwa im Sommer 2006 zu einem Bildungs- und Begegnungshaus des „Brandenburgischen Verein für Weltoffenheit und Menschenwürde“ ausgebaut.

Geschichte

Die Villa wurde zwischen den Jahren 1910 und 1913 als Sommerhaus für den Kaufmann Karl Lax erbaut. Bereits im Jahr 1919 verkaufte Lax das Anwesen der Villenkolonie Neubabelsberg an Jakob Goldschmidt, der es seinem Bruder überließ. Nachdem die Goldschmidts, im Jahr 1935, ins Exil gezwungen wurden, mietete sich, im Jahr 1938, Doktor Franz Reuter in das Haus ein. Einen Kaufantrag Reuters lehnten die Goldschmidts ab. Als die Nationalsozialisten den Juden jedes Eigentum per Gesetz untersagten, konfiszierte das Deutsche Reich im Jahr 1942 die Villa.

Im Jahr 1952 etablierte sich in den Räumen der Villa die „Richterschule“, aus der später die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften hervorging. 12 Jahre später nutzte die Pädagogische Hochschule Potsdam das Areal als Internat und später als Lehranstalt für Musik.

Nach der Wende eröffnete in dem Haus die Begegnungsstätte „Villa Grenzenlos“. Als die Villa im Jahr 1998 den Erben der Goldschmidts rückübertragen wurde, kaufte die Stadt Potsdam die Villa noch im gleichen Jahr von den Erben ab. Diese verkauften die Villa jedoch mit dem Vorbehalt, dass eine interkulturelle Nutzung erfolgen solle, die der Geschichte des Hauses entspricht.

Im Sommer 2006 wurde die Villa vom „Brandenburgischen Verein für Weltoffenheit und Menschenwürde“ als ein Begegnungszentrum genutzt. Es sollten zum Beispiel Bildungs- und Begegnungsangebote für jüdische Zuwanderer, die in Potsdam ihre Heimat finden wollten oder inzwischen gefunden hatten, angeboten werden. Bereits 2007 gab der Verein die Immobilie an die Stadt Potsdam zurück. 2011 erfolgte ein Weiterverkauf an einen privaten Erwerber zur Eigennutzung.

Quellen