3. Garde-Ulanen-Kaserne

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3. Garde-Ulanen-Kaserne
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Wikidata-Eintrag Q1494034

Die Garde-Ulanen-Kaserne in der Jägerallee befindet sich in der Jägervorstadt von Potsdam, in der Jägerallee 23, zwischen dem Ulanenweg und dem Voltaireweg. Sie wurde im 19. Jahrhundert für eine Militäreinheit der Ulanen errichtet, nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Armee genutzt, nach der Wende rekonstruiert und wird seitdem als Oberstufenzentrum sowie als Gewerbegebiet von verschiedenen Firmen genutzt.

Geschichte

Die Kaserne des 3. Garde-Ulanen-Regiments mit Mannschaftsgebäude, zwei hintereinanderstehenden dreiflügeligen Stallanlagen mit je einer Reithalle, Stallgebäude und Schmiede wurde in den Jahren 1867/1880 im normannischen Burgenstil errichtet. Die lange, zinnenbekrönte Fassade der Kasere ist durch höhere Seitenflügel gegliedert, die wiederum mit Türmen geschmückt sind.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Kasernenkomplex wegen der verordneten Reduzierung der Größe der deutschen Armee für die Schutzpolizei genutzt. In der Zeit der Nationalsozialisten wurde die Kaserne weiter ausgebaut und als „Hindenburgkaserne“ dem Militär wieder zur Verfügung gestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezog die Sowjetische Armee die Anlage und ließ ebenfalls weiter ausbauen.

Im Jahr 1991 wurde die Kaserne unter Denkmalschutz gestellt und im Jahr 1997 vom Entwicklungsträger Bornstedter Feld erworben. Danach wurden, im Zuge der Bundesgartenschau 2001, die zahlreichen Pferdeställe restauriert.

Im Jahr 2001 erwarb die Druckerei Rüss die Ruine der Alte Waffenmeisterei im Ulanenweg 4 und baute sie als Hauptsitz aus. Für den Umbau des historischen Bestands wurde das Familienunternehmen 2003 mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet.

Im September 2002 zog das Oberstufenzentrum „OSZ 1 – Technik Potsdam“ in das Baudenkmal. Zudem haben hier verschiedene Unternehmen, wie etwa die Deutsche Kreditbank (kurz DKB), ihren Sitz.

Im Jahr 2004 zog die Fa. Christoph Miethke in den Ostflügel (Haus 5), im Ulanenweg 2, mit ihrem Betrieb für Medizintechnik ein.

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Quellen

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